Plötzlich ist die Nacht orange

–  In Island bebt die Erde und ein neuer Riss in der Erdkruste hat sich aufgetan  –

 

​(Optimiert für FullHD und Smartphone + Full Screen. Bei 27 Zoll-Bildschirmen auf 120% vergrößern. Empfohlener Browser: FIREFOX.)

 

(19.12.2023)

 

Live View with Music: https://www.youtube.com/watch?v=7yACfzyzq9s

 

Bilder: Reuters

 

Mittlerweile haben einige Drohnen-Piloten 4k-Videos auf YOUTUBE gestellt, beispielsweise Isak Finnbogason, dessen Werke ich hiermit weiterempfehle.

 

 

Ausgesuchte Screenshots zur Anschauung (die jeder ziehen kann) findet Ihr hier:

 

 

Wer sich mit Vulkanismus beschäftigt, kennt die geophysikalischen Hintergründe. Die Schlagwörter lauten Plattentektonik und Mittelatlantischer Rücken, dort wo Amerika und Europa auseinanderdriften, sodass aus dem Erdmantel entlang von Spalten dünnflüssiges heißes Magma aufsteigen kann. Island ist ein erdgeschichtlich junges Geschöpf dieser Erscheinung.

 

 

 

Frage: Was ist der Unterschied zum Ausbruch des Eyjafjallajökull vor 13 Jahren (2010)?

Kurz gesagt: Das fehlende Gletschereis, das damals zu der gewaltigen Explosion und Ascheemissionen bis in 15 km Höhe geführt hat.

https://www.n-tv.de/wissen/Ausbruch-hat-wenig-mit-dem-Eyjafjallajoekull-gemeinsam-article24611700.html

 

 

Wie ist die Bedrohungslage?

Der Fischerort Grindavik in unmittelbarer Nähe ist bereits seit Wochen evakuiert und durch die Zerstörungen der heftigen Erdbeben mittlerweile nur noch bedingt bewohnbar. Eine akute Gefahr durch Lava und Gas-Emissionen für den internationalen Flughafen Keflavik und die Hauptstadt Reykjavik besteht bei kräftiger Westwetterlage derzeit zwar nicht. Die ausströmenden giftigen Gase müssen allerdings prinzipiell ernst genommen werden.

Die eigentliche Bedrohung (auch für Europa und darüber hinaus) sind allerdings andere, nämlich: Askja, Hekla und Katla, die statistisch schön längst überfällig sind.

 

 

Am riesigen Krater der Hekla war ich 2010 selber gestanden. Wenn dort absehbar wirklich die Erde explodiert, haben nicht nur die Isländer ein Problem, sondern unter Umständen die Zivilisation auf der Nordhalbkugel insgesamt.

Woher weiß man das?

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen von vergleichbaren Vulkanausbrüchen in der Vergangenheit. Beispielsweise ist die Vulkanasche des berüchtigten Krakatau (in Indonesien zwischen Sumatra und Java belegen), der 1883 explodierte, bis in die oberen Schichten der Atmosphäre gelangt und hat dort dreimal die Erde umkreist. Man findet diese Spuren noch heute im grönländischen Gletschereis oder in der Antarktis.

 

Gehören die isländischen Vulkane zu den sogenannten Supervulkanen?

Bisher per definitionem noch nicht, was aber keine Beruhigung sein kann.

Bei Supervulkanen fliegt uns vereinfacht ausgedrückt ein durch eine Megaexplosion pulverisierter Teil der Erdkruste um die Ohren, was zu einer weltweiten Klimaänderung und damit zu einer Bedrohung des Lebens insgesamt führen kann. Als bedrohlichster Supervulkan überhaupt gilt YELLOWSTONE, aber auch die Phlegräischen Felder bei Neapel werden zumindest als kleiner Supervulkan angesehen.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/erdbeben-in-phlegraeischen-feldern-bei-neapel-droht-ein-vulkanausbruch-ld.1761078

 

Was bei einem entsprechenden Ausbruch passieren dürfte, können wir heute auf der griechischen Insel Santorin begutachten, und zwar an den äußeren Rändern der Caldera, die der Vulkan zurückgelassen hat (Datierung ca. 1500 v. Chr.). Einfach gigantisch!

https://de.wikipedia.org/wiki/Santorin

 

This file is in the public domain in the United States because it was solely created by NASA. NASA copyright policy states that “NASA material is not protected by copyright unless noted“. (See Template:PD-USGov, NASA copyright policy page or JPL Image Use Policy.)

 

Halleluja!

 

* * *

 

 

Visits: 14