Pippi Langstrumpf (how to paint the world we like)

​(Optimiert für FullHD und Smartphone + Full Screen. Bei 27 Zoll-Bildschirmen auf 120% vergrößern. Empfohlener Browser: FIREFOX.)

 

 

 

 

WIR MALEN UNS DIE WELT, WIE SIE UNS GEFÄLLT (04.02.2022)

– Eine Geschichte für kleine und große Kinder und für unverbesserliche Kinds-Köpfe –

 

Die PIPPI LANGSTRUMPF Kindergeschichten von Astrid Lindgren waren schon in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts Kult. Und sie sind es bis heute geblieben. Die Autorin hat sich dadurch ihr eigenes zeitloses Denkmal gesetzt.

PIPPI hat noch mit analoger Farbe gemalt. Das ist – wie wir aus eigener Erfahrung wissen – ziemlich mühsam. Im Jahr 2022 machen wir das viel effizienter als digitale Lasershow und – was uns Olympia in Peking gezeigt hat – unter Verwendung von künstlicher Intelligenz. BOAH! Das haben wir so noch nicht gesehen. Grandios. Aber prinzipiell nix völlig Neues.

Denn digitale Bildmanipulationoptimierung gelingt schon lange durch ADOBE PHOTOSHOP (die Alt-Version CS6 habe ich selber installiert). Portraits werden damit signifikant hübscher gemacht: Aus krumm wird gerade, lange Nasen werden mit Mausklick verkürzt, das Strahlen in den Augen erzeugen wir mit einem künstlichen Catchlight, die Hautfarben werden gesoftet, und die finale Farbgebung der Kleidung mischen wir mit der Auto-Tonwertkorrektur. Bei Tieren schrecken wir auch vor nichts zurück. Hier ist der Beweis:

 

 

Damit jedoch nicht genug. Der Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht. PIPPI hat sich nämlich auch im übertragenen Sinne durchgesetzt:

Einfach nur den Farbpinsel nehmen und alles übermalen, was nicht gefällt, das ist für sehr viele unserer ZeitgenossInnen schlechterdings der Schlüssel zum Glück und damit der individuelle Zugang zur seelig machenden Wahrheit geworden. Dadurch kann man gefühlt alles beiseite schaffen, was im Weg steht. Ja, man kann sogar ein Bild von der Welt malen, die komplett auf den Kopf gestellt ist, und fest daran glauben, dass die kreativen alternativen Fakten tatsächlich die Wirklichkeit abbilden. Authentizität spielt dann keine Rolle mehr. Auf die können wir ersatzlos verzichten. Das bedeutet im Ergebnis scheinbar Revolutionäres:

Corona verschwindet von jetzt auf nachher; es war ohnehin von Anfang an eine Maßnahme von sadistischen Politikern, um die Bevölkerung zu quälen.

– Der Klimawandel ist gar nicht existent. Entlarvt als eine böswillige Erfindung der selbsternannten “Alternativen”, namentlich der Windräder-Industrie, quasi die selbst ausgestellte Lizenz zum Gelddrucken.

– Die Ukraine-Krise erweist sich bei näherer Betrachtung ebenfalls als nur eingebildet. Denn die an der ukrainischen Grenze konzentrierten 130.000 russischen Soldaten sind in Wahrheit auf einem gemeinsamen team building zur Stärkung der corporate identity, die abgehaltenen Manöver eine Exkursion in die schöne Natur, was ein Jedermann-Recht ist. Der Aggressor ist mithin keinesfalls der Osten, sondern der Westen (das meint auch unser Altkanzler Schröder). Nachtrag vom 01.04.2022: Mittlerweile leben wir seit einem Monat in einer “Zeitenwende”, und Schröder stellt sich als “Witzfigur” dar. Nachtrag vom 13.07.2022: Der Krieg dauert schon mehrere Monate, ein Ende ist nicht in Sicht. Und Putin stellt uns den Gashahn ab.

– Und last but not least ganz aktuell präsentiert sich China als die moderne Inkarnation der völkerverbindenden olympischen Idee von (ungedopter) sportlicher Höchstleistung im Wettbewerb um Freundschaft und Fairness sowie für ein nachhaltiges friedliches Zusammenleben aller Menschen in freier Selbstbestimmung. Dafür heiligt der Zweck letztlich alle Mittel. Olympische Winterspiele können sogar ohne eine einzige natürliche Schneeflocke inmitten eines Naturschutzgebietes abgehalten werden. Den Schnee “malen” wir mit weißer Farbe als Kontrast zur braun-grünen Landschaft kurzerhand künstlich hinzu.

Wie gehen wir aber damit um? Guter Rat ist hier teuer. Fragen wir diesbezüglich unser Universalgenie in (fast) allen Lebenslagen:

Albert Einstein hat einmal gesagt: “Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten sie sich da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.”

Fakt bleibt: Nachhaltig ist, was auch noch morgen und übermorgen Bestand hat, worauf man sich verlassen kann. Denn die Naturgesetze gelten immer und überall, auf der Erde genauso wie im Universum. Mit einem “Farbpinsel” kann man sie weder manipulieren noch gänzlich außer Kraft setzen. Der Mensch ist nur ein ganz ganz kleiner Teil der Natur, entstanden – wie alles andere in unserem Sonnensystem – am Ende einer Evolution von 4 1/2 Milliarden Jahren aus Sternenstaub. Das sagt nicht nur Harald Lesch, dem auch nicht alle glauben, sondern es steht expressis verbis in der Bibel: “Aus Staub sind wir, und zum Staub kehren wir zurück” (1. Mose 3,19).

 

English Translation

For many of our contemporaries, simply taking a paintbrush and painting over everything they don’t like has become the key to happiness and thus the individual access to the truth that makes them blessed. In this way, it feels as if everything that blocks the path can be swept aside. Yes, you can even paint a picture of the world that is completely upside down and firmly believe that the creative alternative facts actually represent reality. Authenticity then no longer plays a role. We can give it up without substitution. The result is seemingly revolutionary: Corona disappears from one day to the next, climate change no longer exists and the Ukraine crisis turns out to be an illusion.

Albert Einstein once said: “If most people are already ashamed of poor clothes and furniture, how much more should they be ashamed of poor ideas and world views?”

The facts remain: Sustainable is what will last tomorrow and the day after, what you can rely on. Since the laws of nature apply always and everywhere, on earth as well as in the universe. They can neither be manipulated nor completely overridden with a paintbrush. Humans are only a very small part of nature, created – like everything else in our solar system – at the end of an evolution of 4 1/2 billion years from stardust. This is not only said by Harald Lesch, who is not believed by everyone, but it is also explicitly stated in the Bible: “From dust we are, and to dust we shall return” (Genesis 3,19).

 

 

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OLYMPIA BEIJING 2022

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